Die Pfarrkirche von St.Christina

Gelangt man nach St.Christina in Gröden, fällt der Blick sogleich auf die anmutige Kirche, die das Dorfbild beherrscht und überragt. Es handelt sich dabei um ein prächtiges Gebäude, Ort der religiösen Einkehr und Drehpunkt des Glaubens der Kirchengemeinde.

Unsere Kirchenpatrone sind: die  Hl.Christina und der Hl.Antonius Abt. Sie führen uns durch ihr Vorbild im Glauben zu Christus.

 

 

 

Die Geschichte der Kirche

 

Die Kirche ist ein alter romanischer Bau, wie noch die doppelten Lanzettenfenster und die zweiflügeligen Fenster in dem Glockenturm bezeugen. Die ersten Schriftstücke, die ein Kirchengebäude im Namen der Hl. Christina erwähnen, findet man in einem Urbar aus dem Jahre 1277, welches bezeugt: „Huba zu Sanctam Christinam, alias Altmoesmer“. Es gibt noch andere schriftliche Dokumente aus dem XIV und XV Jahrhundert, die das Vorhandensein solch einer Kirche im Grödnertal belegen, unter anderem auch ein päpstlicher Ablass 1342.

 

Derzeit zeigt sich das Gebäude im gotischen Stil, was auf eine Restaurierung im fünfzehnten Jahrhundert zurückzuführen ist. Der Glockenturm ist 63 m hoch und wurde im gleichen Zeitraum mit einer Turmspitze, die sich zum Himmel erstreckt, neu gestaltet.Laut T. Gruber (?) wurde im Jahre 1420 zusätzlich zur Verehrung der Hl. Cristina auch der Hl. Anton, Schutzpatron des Viehs hinzugefügt und bei dieser Gelegenheit die Kirche neu geweiht.

Der erste dauerhafte Pfarrer wurde 1443 festgelegt. Er sollte sich um die Gläubigen des ganzen Grödnertales und um das benachbarte Kolfuschg kümmern. Er unterlag dem Priester von Lajen und musste der deutschen und ladinischen Sprache mächtig sein, um leicht mit der Bevölkerung kommunizieren zu können.

Bei der jüngsten Restaurierung im Kirchturm stieß man auf das Datum 1525, was aber durch kein Dokument belegt werden kann. Neben den zweiflügeligen Fenstern kamen zwei Wappen ans Licht, von dem eines mit Sicherheit der Familie der Wolkenstein zugeordnet werden kann; das andere ist unbekannten Ursprungs.

Im Jahre 1730 wurde das Gebäude erweitert, wahrscheinlich um dem Bevölkerungswachstum Rechnung zu tragen. Aufgrund der künstlerischen Tendenzen in jener Zeit erhielt das Innere der Kirche nun ihr barockes Aussehen. Die Säulen wurden mit einer Stuckatur aus unechtem Marmor versehen, Apsis und Hauptschiff hingegen mit einem Tonnengewölbe.

 

Einigen Unterlagen zufolge wurden die bekannten Werkstätten der Familien Vinazer und Trebinger mit der Herstellung der Altare und verschiedener Statuen beauftragt. Zeitgleich entdeckte man, dass Spesen getätigt wurden für die Realisierung zweier Altäre für ein Kirchlein, das Unserer Frau der Brüderschaft der Scapolari geweiht war und mutmaßlich auf dem heutigen Friedhof stand.
Von den Werken jener Zeit ist nur das Altarbild geblieben, also der obere Teil des Hauptaltares und die zwei Statuen der Heiligen Peter und Paul, alles möglicherweise Werke aus dem Hause Trebinger.
Nach Abschluss der Arbeiten wurde die Kirche 1749 von dem Grafen Leopold von Spaurer, damaliger Bischof von Brixen, neu geweiht.

Das heutige Aussehen der Kirche verdankt man aber der dritten Renovierung, die in den Jahren 1840 bis 1845 auf Initiative des Pfarrers Martin Runggaldier aus St. Ulrich stattgefunden hat.
Bei dieser Gelegenheit erfuhr das Gebäude eine Erweiterung nach Westen, einschließlich des Teiles unter der Empore und des Vestibüls. Es wurden die zwei Seitenschiffe hinzugefügt und die Fensterrose der Fassade. Die Säulen wurden zudem verstärkt, um dem zusätzlichen Gewicht und dem Druck des neuen Daches und der Bögen standzuhalten. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Kirchlein Unserer Frau von Skapulier abgerissen.

 



Bis heute erhalten gebliebene Elemente der Innengestaltung wie Altar, Kanzel, Kirchenbänke und Beichtstühle gehen auf diesen Zeitraum zurück.

Man entschied sich dafür, dem Zeitgeist der Epoche zu folgen und die Kirche in neuromantischem Stil mit leichtem spätbarockem Ansatz auszustatten. Außen wurde hingegen das gotische Erscheinungsbild beibehalten.

Die Kirche wurde am 18. September 1845 von Jho. Nep. Tschiderer, dem Bischof von Trient, neu geweiht; das Grödnertal war nämlich seit dem Jahr 1818 Teil der Diözese Trient.

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